Die BayernLB will ihr Kapitalmarktgeschäft deutlich zurückfahren. Im Zuge dessen sollen rund 400 Stellen wegfallen, wie das Institut bei der Präsentation der neuen Strategie mitteilte. Neben dem Kapitalmarktgeschäft trifft der Stellenabbau demnach auch nachgelagerte Einheiten im Back-Office und in Zentralbereichen. Die Kürzungen sollen "sozialverträglich" und ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen, formuliert es das Haus.

Stattdessen setzt die Landesbank auf die Direktbanktochter DKB. Die Online-Bank soll die Zahl ihrer Kunden von heute gut vier auf acht Millionen verdoppeln. Dafür plane das Haus Investitionen von rund 400 Millionen Euro über fünf Jahre, berichtet die Nachrichtenagentur "Bloomberg". Einen erheblichen Teil davon Insgesamt will die Bank in die Infrastruktur und IT in München und Berlin, dem Sitz der DKB, investieren.

Gratwanderung im eigenen Lager
Auch das Geschäft mit Firmenkunden und Immobilien wollen die Bayern fortführen und ausbauen. "Wir werden vieles verändern, um die BayernLB dauerhaft finanziell gesund aufzustellen", sagte Vorstandschef Stephan Winkelmeier.

Die DKB erwirtschaftet heute schon einen erheblichen Teil des Gewinns der BayernLB bei. Das Konzept ist aber heikel. Denn immerhin macht die Landesbank des Freistaats mit ihrem Online-Ableger bundesweit den Sparkassen Konkurrenz. Daher bietet die Landesbank den anderen Instituten des öffentlich-rechtlichen Sektors eine verstärkte Kooperation an. (ert)