Die BCA kann nach eigenen Angaben auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurückblicken. Der Maklerpool konnte seine Erlöse um acht Prozent auf 55,29 Millionen Euro steigern. Der Versicherungsbereich trug 18,39 Millionen Euro bei – ein Plus von 11,4 Prozent. Die Investmentsparte verzeichnte Erlöse in Höhe von 34,62 Millionen Euro, was einer Zuwachsrate von 4,8 Prozent entspricht. Darüber hinaus erreichte das gesamte betreute Vermögen (Assets under Administration) mit 5,4 Milliarden Euro zum Jahresende 2019 ein neues Allzeithoch. Das Betriebsergebnis nach Steuern war aber negativ (minus 745.000 Euro). Der Grund war der Kauf des Insurtechs Asuro.

"Die erfreulichen Geschäftsergebnisse verdeutlichen, dass wir im Zuge unserer nochmals aufgestockten Investitionen in Infrastruktur und Digitalisierung viel Positives für unsere Makler haben bewirken können", kommentiert Rolf Schünemann, Vorstandsvorsitzender der BCA, die Ergebnisse. "Und natürlich hat darüber hinaus der Kauf von Asuro mitsamt dahinterstehenden zusätzlichen Entwicklerkapazitäten zur Festigung unserer starken Marktpositionierung beigetragen." 

Keine seriöse Umsatzprognose für das laufende Jahr möglich
Die Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr war bis Ausbruch der Corona-Krise ebenfalls positiv. "Wir sind mit einem zweistelligen Umsatzwachstum in allen Sparten hervorragend in das Jahr gestartet", erläutert Frank Ulbricht, Finanzchef der BCA-Gruppe sowie Vorstandsvorsitzender der zugehörigen Unternehmenstochter BfV Bank für Vermögen. Die BCA habe trotz des virusbedingten Lockdowns auch in den Monaten März und April Umsätze verzeichnet, die über den krisenbedingten Erwartungen lagen. 

Die weitere Entwicklung sei aber abzuwarten. Derzeit könne der Pool nicht abschätzen, wie sich die Wirtschaft und somit das Konsum- und Abschlussverhalten entwickeln wird. "Dementsprechend ist es aufgrund dieser Unwägbarkeiten, beispielsweise eine zweite Welle und damit möglicherweise verbundene weitere Lockdowns, derzeit nicht möglich, eine seriöse Umsatzprognose für das Gesamtjahr abzugeben", so Ulbricht. Ungeachtet dessen halte die BCA an ihren erfolgreichen Digitalisierungsprojekten fest, um auch über diesen Weg den Support gezielt weiterzuentwickeln. "Insofern sehen wir uns gerade auch in unruhigem Fahrwasser für alle Unwägbarkeiten weiterhin bestens gewappnet", sagt Ulbricht. (jb)