Bei Commerzbank-Übernahme: Gewerkschaft warnt vor Kahlschlag
Das Übernahmeangebot der Unicredit für die Commerzbank hat auch Verdi auf den Plan gerufen. Die Dienstleistungsgewerkschaft warnt vor Entlassungen beim Frankfurter Bankhaus – und kündigt Widerstand gegen den Abbau von Arbeitsplätzen an.
Die italienische Großbank Unicredit hat am Montag (16.3.) ein Übernahmeangebot für die Commerzbank gemacht. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) warnt deshalb nun vor einem Job-Kahlschlag bei der zweitgrößten Bank Deutschlands. Die Gewerkschaft werde für den Erhalt von Arbeitsplätzen kämpfen, teilt sie mit.
"Wir lehnen eine Übernahme mit Blick auf die Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und insbesondere auf die Arbeitsplätze in Deutschland in beiden Häusern – Hypovereinsbank und Commerzbank – ab", lässt sich Christoph Schmitz-Dethlefsen zitieren, das für Banken zuständige Verdi-Bundesvorstandsmitglied. "Der Vorstandsvorsitzende Andrea Orcel handelt weiterhin unkalkulierbar und spielt mit dem Vertrauen der Beschäftigten, aber auch der gesamten deutschen Wirtschaft."
Bundesregierung in der Verantwortung
Große Anleger, insbesondere der Bund mit einer Beteiligung von zwölf Prozent, trügen jetzt Verantwortung für den deutschen Mittelstand, für Millionen Privatkunden und nicht zuletzt für Tausende Beschäftigte.
"Unicredit mag nun ein Tauschangebot vorgelegt haben, das ändert aber nichts an unserer Haltung: Eine eigenständige Commerzbank ist die beste Ausgangslage für sichere Arbeitsplätze und eine starke Zukunft beider Häuser", so Schmitz-Dethlefsen weiter. (fp)













