MLP und OVB, zwei der größten Finanzvertriebe Deutschlands, haben unabhängig voneinander gute Halbjahreszahlen vorgelegt. Die MLP-Gruppe erlöste in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 421,8 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung um 17 Prozent zum Vorjahreszeitraum, der freilich durch den Ausbruch der Corona-Pandemie geprägt war. Dennoch: Der im ersten Halbjahr erreichte Umsatz stellt dem Wieslocher Konzern zufolge einen Höchstwert dar.

Für hohes Wachstum sorgten bei MLP insbesondere die Immobilienvermittlung mit einem Plus von 39 Prozent im erstem Halbjahr und das Vermögensmanagement mit einem Zuwachs von 33 Prozent. So gelang es der Gruppe, beim betreuten Vermögen erstmals die Marke von 50 Milliarden Euro zu knacken (FONDS professionell ONLINE berichtete).

Zum 30. Juni betreute die MLP-Gruppe 557.100 Familienkunden, fast 2.000 mehr als Ende März. Hinzu kommen 24.500 Firmen- und institutionelle Kunden, nach 22.400 drei Monate zuvor. Die Zahl der MLP-Berater lag zuletzt bei 2.053. Das sind 39 mehr als vor einem Jahr, aber 16 weniger als Ende März. "Dabei waren im zweiten Quartal 2021 nachlaufende Auswirkungen der coronabedingten Einschränkungen spürbar, insbesondere der Ausfall von Personalmessen", begründet der Konzern dieses Minus. "Auf Jahressicht geht MLP nach wie vor von einem weiteren Zuwachs bei der Zahl der Kundenberater aus."

In fast jeder OVB-Landesgesellschaft steigt das Ergebnis
Auch beim Kölner Finanzvertrieb OVB läuft das Geschäft: Im ersten Halbjahr 2021 summierten sich die Erträge aus Vermittlungen bei dem europaweit aktiven Konzern auf 159,2 Millionen Euro, was einem Plus von 21,8 Prozent zum Vorjahr entspricht. "Alle drei regionalen Segmente trugen zu dieser sehr positiven Entwicklung bei", betont das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Die Zahl der in 15 Ländern betreuten Kunden stieg im ersten Halbjahr um 3,7 Prozent auf 4,05 Millionen, die der hauptberuflichen Vermittler um 7,7 Prozent auf 5.465. "Erfreulich ist, dass sich nahezu jede Landesgesellschaft ergebnisseitig deutlich steigern konnte", sagt OVB-Finanzchef Frank Burow. Die operative Marge (Ebit) des Konzerns seit von 5,7 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 7,8 Prozent gestiegen. (bm)