Casual statt Krawatte: Die VR-Bank Ellwangen hat ihre Kleiderordnung gelockert. Die Banker dürfen neuerdings in legerer Kleidung wie Polo-Shirt, Sneaker und gepflegter Jeans zur Arbeit kommen. "Bei der Kleiderwahl gilt es zwar weiterhin die Grundwerte wie Seriosität, Vertrauenswürdigkeit und Authentizität zu vermitteln", sagt Jürgen Hornung, Vorstandssprecher der VR-Bank Ellwangen. "Unser oberstes Ziel ist jedoch, dass sich unsere Kunden wohlfühlen und wir ihnen auf Augenhöhe begegnen."

Das klassische, konservative Banker-Outfit könne bei dem einen oder anderen Kunden möglicherweise Distanz aufbauen. Das soll mit der modernisierten Kleiderordnung nun nicht mehr passieren. "Letztlich können die Mitarbeiter also selbst einschätzen, wann und für welchen Anlass ein strenger Dresscode erforderlich ist und wann nicht", sagt Vorstandskollege Bernd Finkbeiner.

Attraktivität als Arbeitgeber steigern
Zudem wolle man als Arbeitgeber attraktiv bleiben und den Mitarbeitern mehr Freiheit bei der Kleiderwahl einräumen, so Finkbeiner weiter. Knallbunte Shirts und zerrissene Hosen sollen aber tabu bleiben. 

Auch andere Banken haben begonnen, ihre klassische Kleiderordnung zu hinterfragen. So hatte die Frankfurter Sparkasse ihre Kunden vor einigen Monaten befragt, welche Kleidung sie sich bei ihren Beratern wünschen würden. (fp)