Bereinigung: Berenberg beerdigt Nachhaltigkeitsfonds
Die Privatbank Berenberg hatte jüngst den ehemaligen Fonds des Starmanagers Matthias Born mit einer anderen Strategie fusioniert. Nun steht die nächste Vereinigung an. Hinter dem Schritt steht offenbar eine strategische Neuausrichtung des Sortiments.
Die Privatbank Berenberg fusioniert den Berenberg Sustainable World Equities mit dem Berenberg Global Focus Fund. Dies geht aus einer Mitteilung an die Anleger hervor, die FONDS professionell ONLINE vorliegt. Der von Bernd Deeken gesteuerte, nachhaltige Aktienfonds wies zuletzt ein Volumen von fast 22 Millionen Euro auf. Das Portfolio soll zum 25. Juni auf den von Martin Hermann gelenkten Weltaktienfonds übertragen werden, der rund 109 Millionen Euro auf die Waage bringt.
Dies ist nicht der erste Fonds, den das Institut mit Hauptsitz in Hamburg zuletzt aufgelöst hat. Im April hatte FONDS professionell ONLINE exklusiv gemeldet, dass Berenberg zwei Aktienfonds auf zwei andere Vehikel verschmilzt. Darunter war auch der einst von Starmanager Matthias Born gelenkte European Focus Fund. Das hanseatische Geldhaus ist mitten in einem Umbau begriffen. So legt das Institut das Wealth und das Asset Management mit der Unternehmensbank zusammen. Medienberichten zufolge erfolgte zudem ein Stellenabbau. Die Bank kommentierte die Berichte nicht.
"Als nicht rentabel erwiesen"
Berenberg begründet die aktuelle Verschmelzung mit einer "Überprüfung des Fondsangebots auf Marktchancen und Vertriebsmöglichkeiten". Diese habe ergeben, dass sich eine Fortführung des Fonds mit Blick auf das "zu erwartende Volumen, die absehbare Kostenentwicklung und die damit einhergehende Entwicklung der laufenden Kosten als nicht rentabel" erwiesen habe.
Zudem heißt es weiter in der Mitteilung an die Anleger: "Generell soll das Produktangebot des Fondsinitiators im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung verdichtet werden." Diese Formulierung hat Berenberg auch bei der Auflösung des ehemaligen Born-Fonds verwendet. Dies deutet darauf hin, dass weitere Strategien vor der Schließung stehen.
"Wir überprüfen unser Produktportfolio kontinuierlich, um sicherzustellen, dass es den Bedürfnissen unserer Kunden sowie den aktuellen Marktgegebenheiten bestmöglich entspricht", hatte die Bank gegenüber der Redaktion die Schließung des einstigen Born-Fonds begründet. (ert)




Vortrag am FONDS professionell KONGRESS











