Eine engere Zusammenarbeit mit Investmentbankern soll dem Vermögensmanagement der Berenberg Bank zu höherem Wachstum verhelfen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Dafür verzichtet das Geldinstitut auf eine Doppelspitze im deutschen Wealth Management. Künftig wird Dirk Wehmhöner dort der neue alleinige Leiter sein. 

"Unser Ziel ist es, im deutschen Wealth Management stärker zu wachsen als der Gesamtmarkt", so Wehmhöner im Interview mit Bloomberg. Durch die engere Zusammenarbeit der beiden Sparten sollen Synergien freigesetzt werden. Steht am Ende einer Transaktion ein Cash-Event, verkauft etwa eine Familie ihre Firma, soll sie den Erlös idealerweise gleich bei Berenberg anlegen.

Zukäufe sind nicht geplant
Wie viel Geld das Wealth Management der Bank derzeit verwaltet, verrät Wehmhöner nicht. Von Zukäufen hält er wenig. Der Grund: Bei vielen Übernahmen gibt es sowohl bei den Beratern als auch bei den Kunden eine hohe Fluktuation. Außerdem kostet eine erfolgreiche Integration Zeit, in der alle Beteiligten mehr mit sich selbst als mit den Kunden beschäftigt sind. "Wir sind immer organisch gewachsen und haben gute Erfahrungen damit gemacht", sagt Wehmhöner. (fp)