Kunden des insolventen Altersvorsorge-Fintechs Vantik, das keine neuen Investoren gefunden hatte, können zur Neobank Vivid wechseln, wie diese mitteilt. Konkret richtet sich das Angebot an die Vantik-Kunden, die seit vergangenem Jahr das Angebot eines Mikroinvestments über eine Kreditkarte nutzen: Bei jedem Einkauf werden ein Prozent des Kaufbetrages als Cashback in ein ETF-Portfolio angelegt. Das soll auch bei Vivid möglich sein, welches hierfür mit CM Equity kooperiert.

Ein Problem besteht aber: Die bestehenden Depots der Vantik-Kunden werden zum Leipziger Fintech  Evergreen transferiert, das bei seinem Robo auf nachhaltige Fonds setzt und erst kürzlich die Kunden des Hamburger Fintechs Rubarb übernommen hatte, das ebenfalls eine App für Mikroinvestments anbot. 

Kryptos und Mikroinvestments
Vivid selbst, das die Banklizenz der Solarisbank nutzt, bietet neben Girokonten und Kreditkarten auch Investments in Aktien, ETFs, Edelmetalle und mehr als 50 Kryptowährungen an, die mittels App getätigt werden können. Zudem arbeitet das Berliner Start-up auch mit Cashback-Programmen – inklusive der Möglichkeit, diese Cashbacks und andere Boni in ETFs oder Einzelaktien zu investieren.

"Vivid und Vantik verfolgen eine sehr ähnliche Mission: die finanzielle Unabhängigkeit der Kunden zu ermöglichen und die dafür notwendigen Werkzeuge bereitzustellen. Wir bedauern, dass Vantik die Services all den zufriedenen Kunden nicht mehr anbieten kann und sich vom Markt zurückziehen muss", sagt Alexander Emeshev, Mitgründer von Vivid. "Das Vertrauen der Kunden von Vantik war immens – auch nach der Insolvenzankündigung. Daher freuen wir uns wirklich sehr, ein Paket für Vantik-Kunden bereitstellen zu können, um den Übergang so einfach und rund wie möglich zu gestalten." (jb)