Das Amtsgericht Burgwedel hat einen Versicherungsmakler wegen Betrugs und Urkundenfälschung zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Das berichtet die Tageszeitung "Neue Presse". Der 57-Jährige soll 100 Versicherungsverträge gefälscht haben, um Provisionen von mehr als 200.000 Euro zu kassieren. Die Namen der Versicherungsnehmer dachte er sich frei aus oder nutzte Daten seiner Bestandskunden.

Um seine Tat zu vertuschen, überwies der Makler jeden Monat die Versicherungsbeiträge für die gefälschten Verträge aus eigener Tasche – und hätte so am Ende fast drauf gezahlt, wenn der Betrug nicht vorzeitig aufgeflogen wäre. Im August 2016 stellte die misstrauisch gewordene Versicherung den Mann zur Rede. Dieser gestand daraufhin alles und unterschrieb ein notariell beglaubigtes Schuldeingeständnis. Die Kooperation mit den Ermittlern habe zu dem vergleichsweise milden Urteil beigetragen, schreibt die Zeitung.

"Es ging nicht um Luxus"
Vor Gericht sagte der Makler, er bedaure seine Tat. Für ihn sei der Betrug ein Teufelskreis gewesen: Er habe mit einem Vertrag angefangen, und als der Versicherung nichts auffiel, den nächsten angefertigt. "Ich habe über meine Verhältnisse gelebt, aber es ging nicht um Luxus", zitiert die Zeitung den Angeklagten. Die ergaunerten Beiträge will der Makler vollständig zurückzahlen. Seine Zulassung als Makler wurde ihm entzogen – aktuell verdient er sein Geld mit einem Bürojob. (fp)