Der Fondsriese Blackrock hat einen Nachfolger für Christian Staub gefunden. Die Leitung des Geschäfts in Deutschland, Österreich und Osteuropa übernimmt Dirk Schmitz. Dies berichtet die Wirtschaftszeitung "Handelsblatt" und beruft sich dabei auf eine interne Mail. Schmitz war zuvor Deutschlandchef des Investmentbankings der Deutschen Bank.

Der Posten des Blackrock-Länderchefs für die Region ist seit Sommer 2017 vakant. Vorgänger Staub war aufgestiegen und hatte im August die Leitung des institutionellen Geschäfts von Blackrock in Kontinentaleuropa übernommen. Nur den Posten als Länderchef für die Schweiz hatte Staub behalten.

Ein Investmentbanker für Blackrock
Der neue Mann hatte im Frühjahr 2017 das größte deutsche Geldhaus verlassen – auf eigenen Wunsch, wie es damals hieß. Schmitz galt dem Bericht zufolge bei der Deutschen Bank als Getreuer von Anshu Jain, dem früheren Co-Vorstandschef. Der 47-Jährige Schmitz ist zudem ein ausgewiesener Kapitalmarktexperte und bringt besondere Expertise im Anleihen-Bereich mit.

Bei Blackrock wird er nun die ambitionierten Wachstumsziele weiterverfolgen. Deutschland hat das US-Haus als besonderen Markt hervorgehoben. Während Blackrock-Chef Larry Fink für Europa eine organische Wachstumsrate von im Schnitt fünf Prozent verordnet hat, rief er für Deutschland zehn Prozent aus, gemessen am Nettoneugeld. Dies hatte Ex-Länderchef Staub im Interview mit FONS professionell gesagt.

"Etabliertes Netzwerk"
Schmitz Aufgabe wird daher sein, neue Kunden für den weltgrößten Vermögensverwalter heranzuziehen. Die nötigen Kontakte dürfte Schmitz über seine Karriere aufgebaut haben. In der internen Mail lobt der Blackrock-Deutschland-Aufseher und CDU-Politiker Friedrich Merz: "Dirk Schmitz ist einer der renommiertesten Kapitalmarkexperten in Deutschland. Unser Führungsteam wird enorm von seiner Erfahrung im Kapitalmarkt und in Unternehmensführung, sowie von seinem etablierten Netzwerk unter Finanzinstitutionen und Firmenkunden profitieren." (ert)