Blackrock-Chef Larry Fink hat seinen Mitarbeitern eine Gehaltserhöhung um acht Prozent in Aussicht gestellt. Über das Plus kann sich das Gros der Angestellten freuen. Denn den Aufschlag erhalten alle Festangestellten bis hin zur Führungsebene der "Directors". Dies geht aus einer E-Mail von Konzernchef Larry Fink und Unternehmenspräsident Rob Kapito an die Mitarbeiter hervor, über die übereinstimmend mehrere Medien berichten. 

Außen vor bleibt aber das Top-Management. "Nach einer Phase, wie sie es in der Geschichte des Unternehmens noch nie gegeben hat, war Blackrock noch nie besser für die Zukunft aufgestellt – und das haben wir Ihnen zu verdanken", zitiert der Branchendienst "Financial News" aus der Mail an die Mitarbeiter. "Ihre Initiative, ihr Engagement und ihre Teamarbeit haben dazu beigetragen, dass wir während der Pandemie unsere Kunden unterstützt, für unsere Aktionäre gearbeitet und den Gemeinden, in denen wir tätig sind, etwas zurückgegeben haben."

Auf höhere Inflation einstellen
Die Lohnerhöhung steht vor dem Hintergrund eines erneut guten Quartalsergebnisses des weltgrößten Asset Managers. Das verwaltete Vermögen erreichte per Ende Juni 9,5 Billionen Dollar. Der Riese kratzt damit an der Zehn-Billionen-Dollar-Marke. Umsatz und Gewinn übertrafen die Schätzung der Analysten und kletterten auf 4,8 beziehungsweise 1,4 Milliarden Dollar. Lediglich das Nettomittelaufkommen hinkte mit 81 Milliarden Dollar hinter den vier Vorquartalen hinterher, in denen Blackrock jeweils die Marke von 100 Milliarden Dollar überschritt.

Zugleich warnte Konzernchef Fink aber davor, dass die USA sich auf eine Phase mit höheren Teuerungsraten einstellen sollten. "Wir haben uns an eine Inflation unterhalb der Zwei-Prozent-Marke gewöhnt", sagte Fink der Wirtschaftszeitung "Financial Times". Er wolle jedoch nicht ausschließen, dass die Teuerung längere Zeit über der Marke von drei Prozent verharren werde. Unter dem Strich bleibt für die Blackrock-Mitarbeiter also vielleicht nicht ganz so viel von dem Gehaltsplus übrig. (ert)