Angesichts der aktuellen Marktschwankungen wird so manchem Investor angst und bange. Doch nach Einschätzung des Blackrock Investment Institute (BII) dürfte das Corona-Virus nicht der Auslöser für eine neue Finanzkrise sein. "Die Wirtschaft steht auf soliderem Fundament und, ganz wichtig, das Finanzsystem ist deutlich robuster als im Zuge der Krise 2008", schreiben die Analysten in einem aktuellen Kommentar.

Angesichts dessen sollten Investoren "eine langfristige Perspektive einnehmen und investiert bleiben", raten sie – auch, wenn die konjunkturellen Auswirkungen der Virus-Epidemie in der kurzen Sicht wahrscheinlich umfangreich und scharf ausfallen werden. Die Blackrock-Experten plädieren für ein koordiniertes Vorgehen von Geld- und Fiskalpolitik, um die Folgen der grassierenden Krankheit auf die Märkte und einzelne Branchen in den Griff zu bekommen. "Die Achillesverse, die es jetzt zu versorgen gilt, sind Liquiditäts-Engpässe von Unternehmen, insbesondere kleinen und mittelgroßen, sowie Haushalten."

Harte Maßnahmen belasten Wirtschaft
Mit dem richtigen, aufeinander abgestimmten Zusammenspiel aus geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen sei das Corona-Virus kein Ereignis, das die wirtschaftliche Expansion stoppen werde. Kurzfristig dürfte es durch die harten Maßnahmen zur Eindämmung der Virus-Epidemie dennoch zu einer "tiefgreifenden wirtschaftlichen Verlangsamung" kommen, glauben die Experten. Deshalb hat das BII seine moderat risikofreudige Sichtweise vor zwei Wochen auf ein neutrales Niveau heruntergefahren. (fp)