Das schwache Börsenjahr 2018 hat auf die Eigenkapitalrendite der unabhängigen Vermögensverwalter gedrückt. So erzielten gut 65 Prozent der Gesellschaften eine Rendite von mehr als zehn Prozent auf das Eigenkapital. Im Vorjahr waren es noch 70 Prozent gewesen. Dies zeigt eine Untersuchung des Instituts für Vermögensverwaltung (InVV) an der Technischen Hochschule Aschaffenburg.

Das Institut wertete in seiner jährlichen Studie die Angaben von 154 Vermögensverwaltern aus. Die befragten Unternehmen betreuen ein Vermögen von rund 100 Milliarden Euro. Insgesamt sind in Deutschland rund 400 unabhängige Vermögensverwalter aktiv, schätzt das Institut.

Je größer, desto rentabler
Dennoch ist das Geschäft für die meisten Anbieter nach wie vor profitabel. Der Auswertung zufolge erzielen insbesondere die größeren Unternehmen deutlich höhere Werte. So kam die Hälfte der Vermögensverwalter mit mehr als 500 Millionen Euro an verwaltetem Vermögen auf eine Eigenkapitalrendite zwischen zehn bis 20 Prozent. Ein Drittel erzielte sogar Werte von mehr als 30 Prozent. In der Kategorie mit 150 bis 500 Millionen Euro verwaltetem Vermögen erreichte dagegen nur knapp die Hälfte eine Rentabilität von 20 Prozent und mehr.

"Je größer das Unternehmen, desto höher ist tendenziell die Rentabilität", meint Professor Hartwig Webersinke, Leiter des InVV. Bei den Anbietern mit weniger als 50 Millionen Euro Volumen erzielten nur 40 Prozent der Befragten eine Rentabilität von zehn Prozent oder mehr. Ein Viertel der Gesellschaften verzeichnete sogar negative Werte. Auch in der nächst größeren Gruppe mit einem verwalteten Vermögen von 50 bis 150 Millionen Euro fuhr rund ein Viertel eine negative Eigenkapitalrendite ein. (ert)