Brancheninsider gründen Beratungsgesellschaft für Babyboomer
In Deutschland gibt es immer mehr Verbraucher, die jenseits der 50 sind und Beratung benötigen, um komplexere Vermögen zu managen. Auf diese Klientel spezialisiert sich die neu gegründete Boomer Finance, hinter der erfahrene Experten aus der Finanz- und Beraterbranche stehen.
In Deutschland ist mit der "Boomer Finance" ein neues Beratungshaus an den Start gegangen, das sich auf die Betreuung von Anlegern im Alter ab 50 Jahren fokussiert. "Ziel ist es, Finanzberatung neu zu denken, und zwar als Financial Wellbeing: weg von isolierten Finanzentscheidungen, hin zu einem ganzheitlichen Ansatz aus Vermögen, Vorsorge, Struktur und Lebensqualität", schreibt das Unternehmen mit Sitz im bayerischen Grünwald in einer Mitteilung. Potenzial gibt es: 15 bis 20 Millionen Babyboomer werden bis Mitte der 2030er Jahre aus dem Berufsleben ausscheiden.
Hinter der Gesellschaft, die über die Zulassungen gemäß Paragraf 34c, 34d und 34f Gewerbeordnung verfügt, stehen einige bekannte Gesichter aus der Finanz- und Beraterbranche: Initiator und Co-Geschäftsführer ist Olaf Neuenfeldt, der unter anderem bei der Lloyds Banking Group, Prudential, Aegon und der Al Rajhi Gruppe tätig war sowie Vorsitzender der Initiative Ruhestandsplanung ist. Zweiter Geschäftsführer und Gründer ist Claus Gillen, der als Vorstand unter anderem für die Finum Finanzhaus / JDC Group sowie die Bonnfinanz tätig war. Dritter Geschäftsführer und Mitgründer ist Charles Neus, der bis 2014 als Leiter Altersvorsorge-Lösungen bei Schroders tätig war.
Keine klassischen Standardlösungen
Im Mittelpunkt des Angebots stehen der Mitteilung zufolge Menschen ab etwa 50 Jahren, die über gewachsene Vermögensstrukturen verfügen und sich mit der Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für den Ruhestand, der nachhaltigen Sicherung ihres Lebensstandards oder dem strukturierten Einsatz ihres Vermögens befassen. Der Beratungsansatz integriere daher neben Vermögensstrukturierung, Einkommens- und Entnahmestrategien sowie Nachfolge- und Generationenplanung auch Aspekte wie Gesundheit, Langlebigkeit und Lebensqualität systematisch in die Planung.
"Boomer Finance richtet sich damit gezielt an Haushalte, für die klassische Standardlösungen nicht ausreichen und die eine strukturierte, strategische Begleitung ihrer finanziellen und persönlichen Situation erwarten", heißt es weiter. Ein zentraler Bestandteil dieses Ansatzes sei ferner das Themenfeld "Frauen und Finanzen". Frauen sind in zentralen Finanzfragen häufig strukturell benachteiligt, etwa durch unterbrochene Erwerbsbiografien, strukturell geringere Einkommen sowie eine geringere Beteiligung am Kapitalmarkt. Das Unternehmen möchte diese Lücke gezielt adressieren. (jb)













