Candriam ist mit dem Computerriesen IBM eine Partnerschaft eingegangen, um ein Programm für robotergesteuerte Prozessautomatisierung (RPA) einzuführen. RPA ist laut dem europäischen Asset Manager eine virtuelle Arbeitskraft, die intelligent mit Anwendungen interagiert und Prozesse automatisiert. Dadurch werde den Mitarbeitern ermöglicht, sich auf anspruchsvollere Tätigkeiten zu konzentrieren.

IBM wird Candriam bei der Automatisierung seines Betriebs unterstützen – zunächst bei fünf wesentlichen Prozessen in den Bereichen Compliance, Middle Office und Datenverwaltung, die Ende des ersten Quartals 2019 vollständig optimiert sein dürften. Für die zweite Jahreshälfte ist eine weitere Etappe der Integration von RPA-Prozessen in Kombination mit IBM Watson (künstliche Intelligenz) geplant. Die Software-Roboter werden in der IBM-Cloud gehostet. Über diese Kooperation berichtet Candriam in eigener Sache.

Roboter machen weniger Fehler als Menschen
Candriam beabsichtigt, Software-Roboter einzusetzen, die häufige, wiederholte und auf Regeln basierende manuelle Aufgaben übernehmen, die zeitraubend und anfällig für menschliche Fehler sind. Ziel sei es, skalierbarer zu werden, die Gesamtkosten zu senken, durchgehend hohe Qualität zu gewährleisten und die Produkteinführungszeit zu verkürzen. Die RPA wird die Vermögensverwalter von Candriam in Belgien, Luxemburg und Frankreich unterstützen. 

Zahlreiche Support-Aufgaben eines Vermögensverwalters wiederholen sich regelmäßig. Einige der Arbeitsschritte, die eine RPA übernehmen kann, sind beispielsweise das Einreichen aufsichtsrechtlicher Berichte, die Erfassung von Neuigkeiten aus internen und externen Quellen sowie die Ermittlung neuer Ereignisse im Bereich der Stimmrechtsvertretung. (aa)