Die Comdirect hat mit ihrer digitalen Vermögensverwaltung zu Jahresbeginn einen Depotbestand von 400 Millionen Euro aufgebaut. Dies geht aus dem Geschäftsbericht der Direktbank-Tochter der Commerzbank hervor. Damit bleibt das verwaltete Vermögen gegenüber dem dritten Quartal 2018 zwar weitgehend unverändert. Das Angebot namens Cominvest festigt damit nach Angaben des Instituts aber den zweiten Platz unter den deutschen Robo Advisern.

Als unangefochtener Platzhirsch gilt Scalable Capital mit einem verwalteten Vermögen von mehr als einer Milliarde Euro. Auf die Cominvest wiederum folgen die Berliner GesellschaftLiquid und Quirion, das Online-Angebot der Quirin-Bank. Der Markt der digitalen Vermögensverwalter ist noch recht jung. Dementsprechend kam es bereits zu einer Konsolidierung. Zuletzt gab etwa der Robo Advisor Werthstein sein Deutschland-Geschäft auf. Vaamo wiederum wurde vom britischen Anbieter Moneyfarm übernommen.

Mitentschieden oder laufen lassen
Der Online-Dienst aus Quickborn wiederum entspricht nur zum Teil einer echten digitalen Vermögensverwaltung. Die Kunden haben nämlich bei Cominvest die Wahl zwischen den Modellen "Wir für Sie" oder "Wir gemeinsam". Bei der ersten Variante bestückt die Bank das Portfolio gemäß den Risikoangaben des Kunden. Bei der zweiten Option hingegen behält der Kunde die finale Entscheidung über die Zusammensetzung des Portfolios.

Der Name Cominvest stand eigentlich für die 2002 gegründete Kapitalanlagegesellschaft der Commerzbank. Der Bereich war 2009 an die Allianz verkauft worden. Seit 2011 lag der Markennamen bei Ebase, der Geschäftskunden-Tochter der Comdirect. Diese wiederum war 2018 verkauft worden. (ert)