Filialschließungen, Stellenabbau steigende Gebühren: Die Commerzbank macht seit geraumer Zeit vor allem mit solchen Nachrichten von sich reden. Der Sparkurs von Vorstandschef Manfred Knof wird sich voraussichtlich auch auf die Zahl der Kunden auswirken. Wie die "Welt am Sonntag" berichtet, rechnet das Management damit, dass knapp zwei Millionen Kunden die Bank bis 2024 verlassen werden. 

Dabei soll es sich zwar vor allem um Kunden handeln, die ohnehin kaum Erträge bringen. Prognosen des Managements zufolge dürfte sich das Minus trotzdem auf rund 300 Millionen Euro summieren. Die verlorenen Einnahmen will die Commerzbank durch ein kräftiges Kreditwachstum und mehr Geschäft mit Unternehmens- und Geschäftskunden sowie wohlhabenden Privatkunden kompensieren. Das Geschäft mit Neukunden solle ebenfalls helfen.

Neue Preismodelle geplant
Prämien für neue Privatkunden will das Geldhaus aber nicht mehr ausloben. Zumindest nimmt man sich das vor; Knof betonte gegenüber der "Welt", dass die Profitabilität im Vordergrund stehen soll. Bestandskunden müssen sich darauf einstellen, dass sie für Konto oder Depot künftig zahlen müssen, wenn sie bestimmte Mindestbedingungen nicht erfüllen. "Wir werden mit neuen Preismodellen an den Markt zurückkommen", kündigte der Vorstandschef an. Bei der re-integrierten Onlinetocher Comdirect kam es jüngst zu teils kräftigen Gebührenerhöhungen. (fp)