4.300 Stellen will die Commerzbank im Rahmen ihres Strategieprogramms abbauen. Dafür hat sie ihren 33.700 Mitarbeitern im Inland neue Angebote gemacht, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Wer in einer der 200 Filialen arbeitet, die auch nach Corona geschlossen bleiben, darf gegen Abfindung gehen. Mitarbeiter ab 55 Jahre können einen Altersteilzeitvertrag unterschreiben, wenn sie mit 63 in den Ruhestand gehen - und erhalten noch eine Sonderzahlung obendrauf. 

Finanzchefin Bettina Orlopp geht davon aus, dass rund 1.000 Mitarbeiter auf dieses Angebot eingehen werden. Das Modell ist quasi der Nachfolger für das Programm, das im zweiten Quartal ausgelaufen ist und sich an Mitarbeiter ab 57 Jahren richtete. Auch damals ging die Commerzbank davon aus, dass rund 1.000 Mitarbeiter von der Möglichkeit Gebrauch machen werden, erst in die aktive und dann in die passive Altersteilzeit zu wechseln. Am Ende waren es rund 800. 

Teures Vergnügen
Um das Programm für Mitarbeiter attraktiver zu machen, hat die Bank nicht nur die Altersgrenze gesenkt, sondern auch die Sonderzahlungen angehoben. Im ersten Programm wendete das Institut dafür pro Mitarbeiter 125.000 Euro auf, also insgesamt 100 Millionen Euro. Nun rechnet sie mit 139.000 Euro je Altersteilzeitvertrag. 

Trotzdem kann sich das Modell laut FAZ für die Bank lohnen. Sie zahlt den Mitarbeitern über die gesamte Altersteilzeit den halben Lohn, darf in der aktiven Phase der Altersteilzeit aber die vollen Gehälter buchen. In der zweiten Phase fallen dann keine Personalkosten mehr an. (fp)