Die Heta Asset Resolution, die Abbaueinheit der ehemaligen Pleitebank Hypo Alpe Adria, ist auch im Vorjahr gut vorangekommen. Aus den Asset-Verkäufen wurden 730 Millionen Euro in die Kasse gespült. Das ist deutlich mehr als die erwarteten 600 Millionen Euro, wie es in einer Aussendung heißt. Das Jahresergebnis liegt bei 399 Millionen Euro.

Insgesamt wurden 20 Gesellschaften geschlossen oder verkauft. Eine nicht näher bezifferte "Fülle laufender Rechtsverfahren" wurde beendet. Unter anderem konnten Wohnbauförderungsdarlehen des Landes Kärnten verkauft werden, so wie alle montenegrinischen Tochtergesellschaften. Es gab Portfolioverkäufe in Kroatien und Bosnien und eine Unterzeichnung für den Verkauf der slowenischen Gesellschaften.

Weiteres Geld für Gläubiger
Nach einer dritten Zwischenverteilung von zwei Milliarden Euro an Gläubiger im Dezember 2019 wurden inzwischen insgesamt knapp zehn Milliarden Euro verteilt. 79,5 Prozent der Senior-Verbindlichkeiten wurden damit bisher getilgt. Die Recovery-Erwartungen für das Jahr 2023 wurden im Jahr 2019 von 10,5 auf 10,8 Milliarden Euro erneut hinaufgesetzt. Über 95 Prozent der Vermögenswerte sind abgebaut. Der letzte Rest, um den sich bis jetzt noch niemand gestritten hat, muss nun angesichts der Corona-Krise in schwierigen Zeiten verkauft werden. 

Für die Heta-Mannschaft stellt sich die Frage, in wie weit der gewinnbringende Abbau fortgesetzt werden kann und ob es auch 2020 Mehrerlöse gibt. "Wir erwarten zwar die eine oder andere Verzögerung, gehen aber davon aus, auch 2020 unsere Ziele erreichen und möglicherweise übererfüllen zu können", sagt Vorstandssprecher Alexander Tscherteu. Ob das gelingt, werde man im Mai sehen, wenn der Abbauplan 2020 finalisiert wird. Insbesondere auf dem italienischen Markt werde die Heta die Krise spüren. Die Corona-Krise sei eine "außerordentliche Herausforderung", so Vorstandsmitglied Martin Handrich. (eml)