Ab 30. Oktober wird der Kölner Vermögensverwalter Flossbach von Storch mit einem eigenen Büro in Frankfurt am Main vertreten sein. Die neuen Räumlichkeiten in der Marienstraße 8 liegen in unmittelbarer Nähe anderer Asset Manager wie der DWS und der Deka.

Drei wesentliche Gründe gaben den Ausschlag für einen Standort in der Bankenstadt, wie FONDS professionell ONLINE aus dem Unternehmen erfuhr. Zum einen verkürzt das den Draht zu wichtigen Vertriebspartnern, die in Frankfurt sitzen. Zum anderen organisieren die Kölner mittlerweile einige Veranstaltungen in der Mainmetropole, die sich künftig elegant über die eigenen Räumlichkeiten abwickeln lassen. Und drittens arbeiten mittlerweile viele Finanzprofis bei Flossbach, die in Frankfurt und Umgebung leben, weil sie früher dort bei einer Bank oder einem anderen Asset Manager gearbeitet haben.

Standort Frankfurt hilft bei der Mitarbeitersuche
Zwar ist die ICE-Verbindung von Frankfurt nach Köln-Deutz, wo die Zentrale des Vermögensverwalters in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof liegt, sehr gut, das tägliche Pendeln kann aber dennoch zur Belastung werden – insbesondere, da die Bahn auf dieser Schnellstrecke inzwischen deutlich unzuverlässiger geworden ist als noch vor einigen Jahren. Die Möglichkeit, von Frankfurt aus zu arbeiten, kommt vielen Mitarbeitern daher entgegen – und dürfte auch bei der Rekrutierung weiterer Finanzexperten helfen.

Für die Entscheidung für Frankfurt mussten Bert Flossbach und Kurt von Storch gewissermaßen über ihren Schatten springen. Früher betonten die beiden Firmengründer stets, dass sie sehr froh sind, mit einem gewissen Abstand zum Rest der Finanzbranche zu arbeiten. Fern des Branchentratsches falle es leichter, wirklich unabhängig zu agieren. Für die Anleger zahlte sich diese Unabhängigkeit bislang bekanntlich aus. Sie dürfen beruhigt sein: Die wichtigen Entscheidungen werden nach wie vor in Köln fallen, wo auch in Zukunft das Gros der mittlerweile mehr als 200 Mitarbeiter sitzen wird. (bm)