In jeder Branche gilt das eherne Gesetz, dass es einfacher und billiger ist, bestehende Kunden zu halten als neue zu gewinnen. Ein wichtiger Punkt hierbei ist der Service: Je besser dieser, desto höher ist die Chance, dass Kunden bei der Stange bleiben. Das gilt natürlich auch für Finanzdienstleister.


Welche Banken, Fondsgesellschaften und andere Finanzdienstleister die Spezialisten von "Servicevalue" ausgezeichnet haben, finden Sie in der Grafikstrecke oben heraus! 


Insgesamt haben die in Köln ansässigen Analysten in Kooperation mit der Frankfurter Goethe-Universität und der Zeitung "Die Welt" 3.016 Unternahmen aus 327 Branchen unter die Lupe genommen. Die Top-600-Unternehmen aus alle Branchen bekamen einen Gold-, Silber-, oder Bronze-Rang: Die besten 200 Gold, die auf den Plätzen 201 bis 400 Silber und die auf den Rängen 401 bis 600 Bronze. 

Unter den Medaillenträgern findet sich auch eine Reihe an Finanzdienstleistern. Einer hat es mit einem neudeutsch "Service Experience Score" (SES) von 71,7 Prozent auf Platz 14 der Gesamtwertung geschafft: Die Bank of Scotland. Auf Platz 24 landete die ING Diba mit einem SES von 71,1 Prozent.

Onlinebroker und Versicherungsmakler unter "ferner liefen"
In anderen finanznahen Geschäftszweigen ist der Servicegedanke aus Sicht der befragten Kunden hingegen noch stark verbesserungsbedürftig: So schaffte es unter den getesteten Online-Brokern konnte kein einziger unter den Top 600. Die Onvista Bank erreichte gerade noch einen SES von 55,7 Prozent. Und auch im Bereich der Versicherungsmakler steht angesichts der der kaum messbaren Servicepunkte der Vertriebsgedanke wohl über allem anderen. (jb/ps)


Zur Methodik
Basis des Rankings sind 1,5 Millionen Kundenurteile zum Service der Firmen. Diese wurden mittels des SES ausgewertet. Bei diesem werden Kunden zwei Fragen gestellt: "Sind oder waren Sie in den letzten 36 Monaten Kunde bei Unternehmen XY?" Und: "Haben Sie bei Unternehmen XY einen sehr guten Kundenservice erlebt?" Die Antwortmöglichkeit ist jeweils ja oder nein. Als SES ausgewiesen wird dann der prozentuale Anteil an aktuellen und ehemaligen Kunden, denen das Unternehmen tatsächlich einen sehr guten Kundenservice geboten hat.