Faux-pas bei Blackrock: Zuarbeiter des weltweit führenden Asset Managers stellten unbeabsichtigt ein Excel-Dokument mit vertraulichen Information zu tausenden unabhängigen US-Finanzvermittlern auf einer firmeneigenen Homepage ein, wie Bloomberg berichtet. Deutsche oder österreichische Berater sind nicht betroffen. Die frei zugängliche Auflistung enthielt Namen und E-Mail-Adressen der Dienstleister, die für ihre Kunden in börsengehandelte Indexfonds (ETF) der Blackrock-Sparte iShares investieren. Neben den vergleichsweise harmlosen Stammdaten führten die Dokumente aber auch das Vermögen auf, das die Berater in den börsengehandelten Indexfolgern verwalten.

Damit nicht genug: Brisant ist, dass die Vermittler in selbst erdachte Kategorien wie "Stümper" oder "guter Kunde" eingeteilt waren. Es gab lobende Zuordnungen zu "Club Leveln" wie "Patriots Club" oder "Directors Club". "Wir untersuchen den Vorfall derzeit", teilte ein Blackrock-Sprecher der Nachrichtenagentur mit. "Bekannt ist bisher, dass zwei Vertriebspartner, die sich um freie Berater kümmern, die Dateien ins Netz gestellt haben. Die Dokumente enthalten aber keinerlei Informationen über Endanleger."

Unbekannte Zeit im Netz
Die Daten, die sich auf drei Spreadsheets verteilten, waren offenbar auf der Seite der Blackrock-Tochter iShares zu finden. Wie lange sie im Netz standen, ist nicht bekannt. Datiert waren die Informationen auf den 5. Dezember 2018. Nachdem Bloomberg sie nach eigenen Angaben entdeckte und den Fund öffentlich gemacht hatte, entfernte Blackrock die Dokumente umgehend am Freitag vergangener Woche (18. Januar). (jb)