Eigentlich sollte die Maßnahme nur vorübergehend sein. Nun gab die Commerzbank bekannt, dass sie 200 Standorte dauerhaft schließen möchte, die sie Anfang des Jahres im Zuge der Covid-19-Krise vorsorglich dicht gemacht hatte. Die Bank teilte die Entscheidung den Mitarbeitern am Freitag mit, berichtet die "Deutsche Presse-Agentur" (dpa).

Dabei handle es sich um genau die Filialen, die die Bank bis Ende des Jahres 2023 schließen wollte, heißt es weiter. Damit kann das Institut ihr Ziel für die Filialschließungen drei Jahre vor dem ursprünglichen Termin erreichen. Das zweitgrößte deutsche Geldhaus steckt mitten in einem tiefgreifenden Umbau. Das Institut will Kosten senken, um wieder profitabler zu werden.

Wiedereröffnungen verzögern sich
Die Zahl der Geschäftsstellen in Deutschland sinkt mit den Schließungen von 1.000 auf 800 Filialen. "Es hätte keinen Sinn gehabt, diese Filialen möglicherweise nur für ein paar Monate wieder zu öffnen und erst dann endgültig zu schließen", sagte ein Sprecher der Bank der Nachrichtenagentur. Er betonte zugleich aber auch, dass der bereits beschlossene Stellenabbau nicht beschleunigt werden soll. Alle betroffenen Mitarbeiter kämen in anderen Filialen unter.

In den kommenden Wochen will die Bank 150 Standorte wieder in Betrieb nehmen. Die Zahl der offenen Filialen erhöht sich damit auf 600. Die restlichen 200 Filialen will die Bank zu einem späteren Zeitpunkt eröffnen. Als Grund für die Verzögerung nennt der Sprecher den Schutz der Gesundheit von Mitarbeitern und Kunden und verwies auf die wieder steigenden Infektionszahlen in Deutschland. (fp)