Die Dekabank will offenbar das Wiener Luxushotel Andaz Vienna Am Belvedere aus dem insolventen Signa-Immobilienimperium des Investors René Benko übernehmen. Laut der Webseite der österreichischen Bundeswettbewerbsbehörde wurde eine entsprechende Transaktion angemeldet. Käufer wäre demnach die Westinvest Gesellschaft für Investmentfonds (Deutschland), die nahezu vollständig zur Dekabank gehört.

Im Rahmen des Konkursverfahrens über das Vermögen der Signa Development Selection wurde der Verkaufsprozess für das Hotel bereits im ersten Halbjahr eingeleitet, wie aus früheren Mitteilungen hervorgeht. Das Objekt zählt zu den größten Vermögenswerten im Portfolio der insolventen Gesellschaft.

Bei der Immobilie handelt es sich um einen Hotelkomplex mit rund 300 Zimmern. Er ist an die Hyatt-Gruppe vermietet, die ihn auch betreibt.

Immobilienkrise trug zum Niedergang von Signa bei
Die Immobilienmärkte waren vor rund drei Jahren unter erheblichen Druck geraten – ausgelöst durch steigende Finanzierungskosten und sinkende Bewertungen. Diese Entwicklungen trugen auch zum Kollaps des Signa-Immobilienimperiums von René Benko bei. Zu dessen Finanzierern gehörten zahlreiche deutsche Banken, darunter die Landesbanken Helaba und BayernLB aus der Sparkassen-Gruppe.

Die Westinvest wurde 1989 als Tochter der WestLB gegründet und 1998 umfirmiert. Seit 2004 ist sie Teil der Deka-Gruppe. Zum Produktspektrum gehören unter anderem offene Immobilien-Publikumsfonds.

Die Dekabank wollte sich am Dienstag (18.11.) auf Anfrage von "Bloomberg News" nicht zu den Vorgängen äußern. (mb/Bloomberg)