Demografischer Wandel setzt Banken unter Druck
Die schrumpfende Bevölkerung wird für Kreditinstitute zunehmend zum Problem. Laut einer PwC-Analyse drohen vor allem regional verankerten Banken spürbare Einbußen bei der Kundenbasis.
Die deutsche Gesellschaft schrumpft und wird immer älter. Das gefährdet zunehmend das Geschäftsmodell deutscher Kreditinstitute. Besonders betroffen sind die regional verankerten Finanzinstitute: Sie könnten bis 2045 durchschnittlich rund zwölf Prozent ihrer Kundenbasis verlieren. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle PwC-Analyse.
Regionale Institute besonders betroffen
In den vergangenen Jahren profitierten Banken noch vom Bevölkerungswachstum, das wiederum von Zuwanderung getragen war. Nun kehrt sich dieser Trend um. In einzelnen Regionen erwarten die PwC-Experten Bevölkerungsrückgänge von mehr als 30 Prozent. Der Markt schrumpft damit – besonders für regionale Banken. Die Studienautoren gehen davon aus, dass der Markt im Schnitt um 0,7 Prozent schrumpft. Für die regionalen Banken ergibt sich eine durchschnittliche demografische Schrumpfung des Marktes um 2,6 Prozent. Privatbanken weisen dagegen weiterhin ein positives Wachstumspotenzial von rund 4,5 Prozent auf.
"Bemerkenswert ist, dass sich die Verschiebung der Marktanteile allein aus der demografischen Entwicklung ergibt. Dabei sind weder veränderte Kundenpräferenzen noch technologische Umbrüche berücksichtigt", resümiert PwC-Experte Daniel Wildhirt. Er ist überzeugt: "Strategische Initiativen können diesen demografischen Risiken entgegenwirken. Ohne aktive Steuerung werden sie sich jedoch durch veränderte Kundenpräferenzen und neue Technologien noch verstärken." (jh)














