Die Zahl der Bankkaufleute in Ausbildung sinkt rapide. Im Jahr 2018 absolvierten 34,4 Prozent weniger junge Männer und Frauen eine entsprechende Lehre als fünf Jahre zuvor, geht aus einem Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit hervor. Die Zahl der Ausbildungsstellen über alle Branchen hinweg ist in diesem Zeitraum bundesweit nur um vier Prozent zurückgegangen.

"Im Jahr 2009 war der Ausbildungsberuf Bankkaufmann/Bankkauffrau noch auf Platz elf in der Rangliste der häufigsten Ausbildungsberufe (Anzahl der Neuabschlüsse). Im Jahr 2018 landet er im Ranking auf Platz 18 – trotz eher guter Bezahlung“, schreibt IAB-Forscherin Carola Burkert in dem Bericht. "Der Trend zur Höherqualifizierung verdrängt in Teilen die klassische Ausbildung von Bankkaufleuten.“

Viele Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt
Der Rückgang liegt einerseits an der sinkenden Nachfrage junger Leute nach diesem Beruf, andererseits aber auch am schrumpfenden Angebot. Für das Ausbildungsjahr 2013/14 hatten die Institute der Arbeitsagentur noch 13.293 Ausbildungsplätze für Bankkaufleute gemeldet, 2017/18 waren es nur noch 9.355. Das entspricht einem Rückgang um 29,6 Prozent. Die Zahl der Bewerber sank im gleichen Zeitraum sogar um 38,1 Prozent auf 6.313. Das zeigt, dass viele potenzielle Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben. (bm)