Mitarbeiter der Deutschen Bank dürfen ab sofort nicht mehr in Hotels absteigen, die dem Sultanat Brunei gehören. Dies hat das größte deutsche Geldhaus am Donnerstag mitgeteilt, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. 

"Die von unseren Mitarbeitern nunmehr nicht mehr zu buchenden Hotels der Dorchester Collection sind über eine staatliche Investment-Agentur im Eigentum des Sultanats", heißt es in einer Stellungnahme der Bank. Die von Brunei eingeführten neuen Gesetze verletzten grundlegende Menschenrechte. "Es ist unsere Pflicht als Unternehmen, uns gegen Menschenrechtsverletzungen zu stellen", erklärt Stuart Lewis, zuständiges Vorstandsmitglied der Bank.

Boykottaufruf von George Clooney angeschlossen
Brunei hatte kürzlich ein neues Gesetz eingeführt, das die Todesstrafe durch Steinigung für homosexuelle Menschen vorsieht. Die kleine Monarchie aus Südostasien hatte damit einen weltweiten Sturm der Entrüstung ausgelöst. Vergangene Woche hatte etwa der Schauspieler George Clooney zum Boykott mehrerer Hotels aufgerufen, die dem Sultan von Brunei, Hassanal Bolkiah, gehören. Die Deutsche Bank schließt sich dem Boykottaufruf nun an. (am)