Arbeiten in Jogginghose, und in der Mittagspause noch schnell die Waschmaschine anschmeißen: Homeoffice bringt viele Freiheiten mit sich. Auch die Mitarbeiter der Deutschen Bank empfinden die Flexibilität der Remote-Arbeit in hohem Maße als motivierend, sagt Michael Ilgner, Personalchef der Deutschen Bank, im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS). Laut internen Umfragen bezeichnen 76 Prozent ihr Wohlbefinden als gut bis sehr gut.

Trotzdem verspüren viele auch das Bedürfnis, ab und an ins Büro zu fahren. "Die Mitarbeiter genießen zwar ein Stück weit die Flexibilität, wenn sie von zu Hause arbeiten, haben aber auch ein Bedürfnis, sich zu treffen", sagt Ilgner. 78 Prozent der Mitarbeiter gaben in der Befragung an, dass der kreative Austausch mit Kollegen für sie der Hauptgrund ist, ins Büro zu fahren. 

Hybrides Modell für die Zukunft
Innovation hängt laut Ilgner stark davon ab, dass Menschen physisch zusammenkommen – zum einem organisiert in Workshops und Ähnlichem, vor allem aber informell auf den Fluren und in den Kaffeeküchen. Daher will die Bank in Zukunft auf ein hybrides Modell setzen, sagt der Personalchef: regelmäßiges Arbeiten von zu Hause kombiniert mit Zeit im Büro, und zwar abgestimmt auf die Anforderungen der jeweiligen Aufgaben und des Teams. (fp)