Der 150. Geburtstag der Deutschen Bank steht wegen tiefroter Zahlen und des ungebremsten Absturzes der Aktie ohnehin schon unter einem schlechten Stern. Nun hat das Institut die Feier gleich ganz gestrichen – aus gesundheitlichen Gründen. "Lange haben wir an unserem Festakt zum 150-jährigen Jubiläum unserer Bank in Berlin festgehalten. Angesichts der jüngsten Entwicklungen rund um das Coronavirus müssen wir die Feier nun aber leider doch absagen", schreibt die Bank in einer von Vorstandschef Christian Sewing und Aufsichtsratschef Paul Achleiter unterzeichneten Mitteilung, die dem "Handelsblatt" vorliegt.

Für die Belegschaft ist das nur eine weitere Folge der grassierenden Corona-Epidemie – wenngleich auch eine besonders ärgerliche. Geplant war eine Feier mit 1.200 Gästen, darunter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die Berliner Philharmoniker. Das Geldhaus prüft nun, ob und wie man das Jubiläum in der zweiten Jahreshälfte nachholen kann.

Erster Corona-Fall erzwingt Filialschließung
Auch abseits der Feierlichkeiten macht das Virus der Bank schwer zu schaffen. Am Sonntag gab das Geldhaus bekannt, dass ein Mitarbeiter in einer Filiale in Gelsenkirchen-Buer an der neuartigen Lungenkrankheit erkrankt ist. Als Konsequenz sollen sich die Beschäftigten der Filiale in eine 14-tägige Selbstquarantäne begeben haben. Alle Mitarbeiter stünden in Kontakt mit den örtlichen Gesundheitsbehörden, schreibt die Bank in einer Mitteilung. (fp)