Am Montag hat die Deutsche Bank eine eigene Digitalbank für kleine Firmen an den Start gebracht. Das berichtet das "Handelsblatt". Der Launch fand ohne große Vorankündigung statt. Mit der neuen Marke "Fyrst" zielt die Bank auf Selbstständige, Gründer kleiner Firmen und Freiberufler.

Fyrst ist organisatorisch bei der Deutschen-Bank-Tochter Postbank angesiedelt. Das Design des neuen Anbieters erinnert aber weder an die Postbank noch an den Mutterkonzen – auf der Fyrst-Website dominiert vielmehr die Farbe Mint-Grün. Kunden können zwischen zwei Kontomodellen wählen: einem kostenloses Basis-Modell und einem Premiummodell für zehn Euro monatlich. Durch eine Kooperation mit der Buchhaltungssoftware Sevdesk unterstützt Fyrst die kleinen Firmen auch bei der Buchhaltung. 

Konkurrenz für andere Fintechs
Mit Fyrst geht die Deutsche Bank gegen andere Digitalbanken in die Offensive. In dem Segment ist die Smarphonebank N26 mit europaweit 3,5 Millionen Kunden besonders erfolgreich. Ein weiterer Konkurrent ist die finnische Digitalbank Holvi mit 150.000 Kunden, davon 40 Prozent in Deutschland. Die Berliner Start-ups Kontist und Holvi haben ebenfalls kleinere Unternehmen als Zielgruppe auserkoren. Ihnen könnte Fyrst nun Kunden abjagen. (fp)