Mitarbeiter der LBBW können sich derzeit beim Gang ins Büro vorab daheim auf das Covid-19-Virus testen lassen. Bei jedem Besuch gibt es ein neues Set fürs nächste Mal zum Mitnehmen. Das Angebot ist unbegrenzt und darf jeden Tag genutzt werden. LBBW-Vorstandschef Rainer Neske macht kein Geheimnis daraus, dass er noch mehr will. "Sobald wir als Unternehmen Covid-19-Impfstoffe erhalten, machen wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein kostenloses Impfangebot", schrieb er vergangene Woche auf der Social-Media-Plattform "LinkedIn". "Die Organisation dafür steht, und unser betriebsärztliches Team ist vorbereitet."

Deutschlands Banken versuchen, den Regelbetrieb trotz Pandemie so gut wie möglich aufrechtzuerhalten. Bereits seit einem Jahr lassen sie viele Mitarbeiter von daheim aus arbeiten, um Ansteckungen einzudämmen – darunter auch die Deutsche Bank. Mit der Verfügbarkeit von Covid-Schnelltests legen sie nun einen Grundstein für eine Rückkehr zum normalen Büroalltag. Bei vielen deutschen Banken liegt die Homeoffice-Quote weiter bei bis zu 90 Prozent. Das macht es den Unternehmen einfacher, Test-Angebote denjenigen zu unterbreiten, die im Büro sind.

Eine Sprecherin der Dekabank teilte auf Nachfrage von "Bloomberg" mit, das Unternehmen ermögliche seinen Mitarbeitern "bei Bedarf" einen Corona-Schnelltest auf Firmenkosten. Beim Schwesterinstitut Helaba wurde diese Wochen mit der Verteilung von Schnelltests begonnen. Die NordLB verweist zwar darauf, dass angesichts strenger Corona-Regeln wie überwiegender Einzelbüro-Belegung und Verzicht auf Präsenz-Besprechungen das Ansteckungsrisiko im Büro gering sei. "Wir werden unseren Beschäftigten, die in der Bank arbeiten, dennoch Tests anbieten", sagte ein Sprecher.

Die genossenschaftliche DZ Bank bietet diese bereits an, was "sehr gut angenommen wird", erklärte ein Sprecher. Wer in die Bank wolle, müsse aber keinen Nachweis über einen Test erbringen. Zudem werde bei der DZ Bank ein Impfangebot vorbereitet, jedoch mangele es derzeit nicht nur am Impfstoff. Auch rechtliche Fragen seien noch zu klären, hieß es. Ähnlich äußerte sich die BayernLB, die nach eigenen Angaben allen Mitarbeitern ein kostenloses Impfangebot machen möchte. (mb/Bloomberg)