Die Schweizer Großbank UBS wird sich von Teilen ihres Asset-Management-Bereiches trennen. Das "Fondscenter", eine auf institutionelle Anleger spezialisierte Fondsplattform, wird mehrheitlich an Clearstream übergehen. Der zur Deutschen Börse gehörige Nachhandel-Dienstleister wird 51,2 Prozent der Plattform übernehmen. Der Kaufpreis beträgt 389 Millionen Schweizer Franken (362 Mio. Euro). Die übrigen 48,8 Prozent verbleiben vorerst bei der UBS.  Zudem haben beide Seiten eine umfassende Kooperation vereinbart.

Die neue Fondsplattform, die aus dem Fondscenter und dem Clearstreams Fund Desk entsteht, werde einer Mitteilung zufolge mehr als 230 Milliarden Dollar Vermögen (207 Mrd. Euro) verwalten sowie rund 340 Vertriebspartner mit mehr als 450 Fondsanbietern und mehr als 75.000 Fonds umfassen. Einziger erst zu nehmender Mitbewerber der neuen Plattform sei die spanische Allfunds.

Ausbau des Dienstleistungsportfolios
Mit dieser Akquisition unternimmt Clearstream nach eigenen Angaben einen wichtigen Schritt beim Ausbau seiner B2B-Fondsdienstleistungen. In den vergangenen zwei Jahren hat die Gesellschaft ihr Dienstleistungsportfolio in diesem Geschäftsfeld bereits durch die Übernahme von Swisscanto Funds Centre und den darauf folgenden Aufbau des Clearstream Fund Desk erweitert. International ist das Clearstream-Netzwerk durch die Übernahme des australischen Fondsverwahrers Ausmaq gewachsen.

"Dank der grösseren Breite der Kompetenzen und der langfristigen Verpflichtung von Clearstream zur Weiterentwicklung des kombinierten Geschäfts schaffen wir ein höchst attraktives Angebot für unsere Kunden", kommentiert Suni Harford, President UBS Asset Management, den Schritt. "Gleichzeitig können wir uns im Asset Management durch diesen Verkauf verstärkt auf die Umsetzung unserer strategischen Prioritäten konzentrieren, um weiter profitables Wachstum voranzutreiben." (jb)