Der "Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung" (Kenfo) möchte die Zahl seiner Mitarbeiter verdoppeln. Hintergrund ist der Plan des deutschen Staatsfonds, verstärkt in illiquide Anlagen zu investieren.

Die Kapitalzusagen für alternative Investments liegen inzwischen bei 1,8 Milliarden Euro, nachdem lange Zeit Aktien und Anleihen im Mittelpunkt standen. "Ein Augenmerk wird aktuell auf Private Equity und nachhaltige Infrastruktur gerichtet", sagte Vorstandschefin Anja Mikus bei der Vorlage der Jahreszahlen.

Ziel sei, den Anteil illiquider Investments auf 30 Prozent des Fondsvermögens zu steigern. Um sich die nötige Kompetenz für alternative, illiquide Investments an Bord zu holen, sollen in den kommenden Jahren bis zu 30 Mitarbeiter eingestellt werden. Ende 2020 waren inklusive des Vorstands 28 Personen für den Kenfo tätig.

8,3 Prozent Performance
Aufgabe des vor vier Jahren mit 24,1 Milliarden Euro Startkapital gegründeten Staatsfonds ist es, langfristig genügend Rendite zu erwirtschaften, um die Zwischen- und Endlagerung von radioaktivem Abfall deutscher Kernkraftwerke zu finanzieren. Im Rahmen des Atomausstiegs hatten die Betreiber der Meiler das Startkapital für den Fonds zur Verfügung gestellt, wodurch die finanzielle Verantwortung für die Lagerung auf den Staat überging.

Der Fonds hat aktuell eine Aktienquote von 42 Prozent. Rund zehn Prozent sind in risikoarmen Staatsanleihen angelegt, ungefähr 30 Prozent in Unternehmens- und Schwellenländeranleihen. Bislang steckt nur ein kleiner Anteil in nicht-börsennotierten Anlagen wie Private-Equity- und Infrastrukturfonds. Im vergangenen Jahr hatten die frühere Starfondsmanagerin Mikus und ihre Kollegen ein Anlageergebnis von 8,3 Prozent erzielt. (Bloomberg/bm)