Deutschlands Banken stellen weiter ein
Nach mehr als zwei Jahrzehnten der Stellenkürzungen baut das deutsche Bankgewerbe nunmehr das zweite Jahr in Folge unter dem Strich Jobs auf. Mit den Netto-Neueinstellungen stemmt sich Deutschland gegen einen europaweiten Trend.
Die Zahl der Beschäftigten im deutschen Bankensektor ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent gestiegen. Dabei handelt es sich um den stärksten Zuwachs seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000. Dies zeigt das aktuelle Beschäftigungs-Barometer 2026 von Frankfurt Main Finance, das auf Daten der Europäischen Zentralbank (EZB) fußt und vom Analysehaus Barkow Consulting ausgewertet wurde.
Mit dem Zuwachs um fast 7.000 Jobs arbeiten nun mehr als 520.000 Menschen im deutschen Bankensektor. Nach einem mehr als zwei Jahrzehnte währenden durchgängigen Personalabbau in der Branche hatte sich die Lage 2023 beruhigt. 2024 kam es dann zur Trendwende und die Geldhäuser stellten unter dem Strich wieder neue Mitarbeiter ein. Im Euroraum ging die Jobzahl bei Banken 2025 dagegen um 0,7 Prozent zurück. In der Europäischen Union insgesamt sank die Beschäftigung bei Geldhäusern um 0,8 Prozent.
"Bedeutung der Branche"
"Der Rekordanstieg der Beschäftigung im deutschen Bankensektor unterstreicht die Vitalität und zunehmende Bedeutung der Branche und des Standorts Deutschland", kommentiert Oliver Behrens, Präsident von Frankfurt Main Finance, die Entwicklung. "Gerade in einer Phase schwachen Wirtschaftswachstums erweist sich der Bankensektor damit als wichtiger Stabilitätsanker der deutschen Wirtschaft." (ert)















