Die Sparda-Bank West und die PSD Bank Rhein-Ruhr planen einen Zusammenschluss. Nach "vertrauensvollen und konstruktiven Sondierungsgesprächen" hätten sich die Aufsichtsräte und Vorstände einstimmig für eine Fusion der beiden Düsseldorfer Häuser ausgesprochen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Ende September sollen die Mitgliedervertreter der beiden genossenschaftlichen Institute auf außerordentlichen Vertreterversammlungen über den Zusammenschluss abstimmen. Die rechtliche Eintragung und die technische Zusammenführung sind für Mitte September kommenden Jahres vorgesehen. Auch auf einen Namen hat sich die Chefrunde schon geeinigt: Die gemeinsame Bank soll Sparda-Bank West heißen.

Nur vier Banken aus dem Sektor haben eine größere Bilanz
Mit der Fusion entsteht Angaben der beiden Institute zufolge die mitgliederstärkste Genossenschaftsbank in Deutschland: Sie wird von mehr als 560.000 Mitgliedern getragen. Mit einer Bilanzsumme von in Summe rund 18,4 Milliarden Euro rückt das Unternehmen im Ranking der größten Genossenschaftsbanken auf den fünften Platz vor. Nur die Deutsche Apotheker- und Ärztebank, die BBBank, die Berliner Volksbank und die Frankfurter Volksbank Rhein/Main weisen eine noch höhere Bilanzsumme auf.

Wirklich überraschend kommt die Fusion nicht: Bereits im März hatten die beiden Düsseldorfer Institute angekündigt, "ergebnisoffene Gespräche" über eine mögliche engere Kooperation oder einen Zusammenschluss zu führen.

Beschäftigungsgarantie
Für die gut 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird eine Beschäftigungsgarantie ausgesprochen. Dabei spiele auch die demografische Entwicklung eine Rolle: "In den kommenden Jahren werden in beiden Banken rund 100 Mitarbeitende altersbedingt ausscheiden", teilen die Institute mit. Die Fusion trage auch dazu bei, Arbeitsplätze an den Verwaltungsstandorten "langfristig zu sichern".

"Mit der PSD Bank Rhein-Ruhr haben wir den richtigen Partner an unserer Seite, um gemeinsam unsere Service- und Beratungsprozesse zum Nutzen unserer Mitglieder und Kundinnen und Kunden weiterzuentwickeln", lässt sich Andreas Lösing, Vorstandschef der Sparda-Bank West, in der Pressemitteilung zitieren. (bm)