14 Banken in Deutschland haben sich laut eigener Aussage verpflichtet, bei ihren Eigenanlagen und der Kreditvergabe ethischen und ökologischen Kriterien zu folgen. Die Verbraucherzentrale Bremen hat das Selbstverständnis der Geldhäuser nun auf die Praxistauglichkeit geprüft. Insgesamt untersuchten die Verbraucherschützer die Einhaltung von acht ethisch-ökologischen Kriterien.

Dabei zeigte sich ein gemischtes Bild: Zwar schließen alle untersuchten Geldhäuser in ihren Geschäftsstauten Unternehmen aus, die Arbeits- und Menschenrechte verletzen oder Kinderarbeit dulden. Die Institute garantieren zudem, dass kein Geld in die Waffen- und Rüstungsbranche fließt und sie selbst nicht mit Nahrungsmitteln spekulieren.

Keine einheitlichen Mindeststandards
Bei Kernkraft und fossiler Energie zeigen sich viele Institute aber weniger konsequent. Sieben der untersuchten Banken investieren nach wie vor in "schmutzige" Energieträger wie Erdöl oder Kohle, jeweils ein Institut schließt die Atom- sowie Glücksspielindustrie nicht aus. Noch toleranter sind die Banken bei industrieller Tierhaltung. Diese schließt nur knapp die Hälfte der Häuser für ihre Eigenanlagen und die Kreditvergabe aus.

Die unterschiedlichen Herangehensweisen der Banken erklären sich die Prüfer unter anderem mit der flexiblen Definition von Nachhaltigkeit, die nicht geschützt ist. "Es gibt auch keine einheitlichen Mindeststandards für nachhaltige Geldanlagen", sagt Anke Behn, Referentin für Finanzdienstleistungen bei der Verbraucherzentrale Bremen. Daher sei auch die Ausrichtung der einzelnen Banken unterschiedlich.

Die vollständige Übersicht zu nachhaltigen Girokonten und Sparanlagen finden Sie hier zum Download. (fp)