Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) und die spanische Großbank Santander haben ihren seit zehn Jahren dauernden Streit über die Verwendung des Farbtons "Rot (HKS 13)" beigelegt.

"Die nunmehr erzielte Einigung sieht eine Reduzierung des Roteinsatzes von Santander gegenüber der Ausgangslage von 2009 vor", teilt der Verband mit. Dies betreffe insbesondere das Erscheinungsbild der Filialen und der Werbung in Deutschland. Viele der vereinbarten Änderungen seien bereits von Santander umgesetzt worden. "Die Verringerung des Roteinsatzes ermöglicht es dem DSGV, Nutzungen der Farbe Rot im Außenauftritt von Santander in diesem Umfang zu akzeptieren", heißt es in der Stellungnahme. International darf die Santander-Gruppe ihren Rot-Ton, der dem der Sparkassen sehr ähnelt, weiterhin uneingeschränkt nutzen.

BGH urteilte 2016 im Sinne der Sparkassen
"Wenn's um Geld geht, verbinden die Menschen in Deutschland die Farbe Rot mit den Sparkassen", sagt DSGV-Präsident Helmut Schleweis. "Die Einigung über die Reduzierung der Rotnutzung durch Santander sei ist daher zum Schutz des Sparkassen-Rot sehr wichtig."

Der Verband ließ sich das Sparkassen-Rot beim Deutschen Patent- und Markenamt als "abstrakte Farbmarke" schützen. 2016 hatte der Bundesgerichtshof als höchstes deutsches Zivilgericht bestätigt, dass der Farbton "Rot (HKS 13)" in der Finanzwelt den Sparkassen vorbehalten bleibt (FONDS professionelle ONLINE berichtete). (bm)