Drei Maklerpools gründen gemeinsamen Bestandsaufkäufer
Unbemerkt von der Öffentlichkeit haben die Charta Börse, Finet und Germanbroker.net vor über zwei Jahren den gemeinsamen Makleraufkäufer Germanpartnership gestartet. Anlass ist unter anderem die Konsolidierungswelle in der Branche – sowie die Konkurrenz vieler Bestandsaufkäufer.
Die beiden Maklerpools Gemanbroker.net und Finet Financial Services Network sowie der Maklerverbund Charta Börse für Versicherungen haben bereits Ende 2023 die gemeinsame Gesellschaft Germanpartnership Verwaltungs GmbH für den Aufkauf von Maklerbeständen gegründet. Das teilte diese auf Nachfrage von FONDS professionell ONLINE mit. Zuerst hatte der Branchendienst "Versicherungsmonitor" darüber berichtet.
Bisher hat das Unternehmen, das von Hartmut Goebel und Vivian Martin, Vorstand beziehungsweise Fachbereichsleiterin bei Germanbroker.net, gemeinsam geführt wird, drei Häuser aufgekauft. Die Zielgruppe sind Makler mit einem Courtageumsatz von 250.000 bis 1,5 Millionen Euro; der Schwerpunkt sollte bei Kompositversicherungen liegen.
"Kaufmännischer Preis"'
Übernommen werden ganze Unternehmen im Rahmen eines "Share Deals" oder Bestände mit einem "Asset Deal". "Wir bieten einen kaufmännischen Preis. Mit diesem muss der Kapitaldienst aus dem Kauf bedient werden. In der Regel wird dies nicht der höchste Marktpreis sein, den man erzielen könnte", sagt Martin. Für kleinere Bestände könne der Kaufpreis auch als Rente ausbezahlt werden.
Mit der Germanpartnership reagieren die drei Finanzdienstleister nach eigenen Angaben auf die Konsolidierung am Maklermarkt und die Konkurrenz durch eine Reihe an Aufkäufern, von denen einige zahlungskräftige Beteiligungsgesellschaften als Partner haben (lesen Sie hier bei FONDS professionell weiter; Anmeldung erforderlich). "Uns drei eint, dass wir alle im Eigentum der angebundenen Makler sind, sodass die Idee schnell aufkam, dass wir gemeinsame Wege gehen möchten", erklärt die Geschäftsführerin der Germanpartnership.
"Passende Nachfolgelösung"
"Es ging uns vor allem darum, den Mitgliedern unserer Netzwerke eine passende Nachfolgelösung zu bieten, die einen langfristigen Fortbestand der Unternehmen im Maklereigentum ermöglicht. Zahlreiche Maklerkollegen haben uns auf eine Nachfolgelösung angesprochen mit dem Wunsch, dass die Betreuung ihrer Mandanten dauerhaft in einem von Versicherungsmaklern geprägten Kulturraum verbleibt", betont und ergänzt Martin weiter. Es sei daher das Ziel, die Unternehmen dauerhaft zu halten und ein Netzwerk qualifizierter Maklerhäuser in Deutschland aufzubauen. (jb)















