"Zusammenwachsen, um regional selbständig zu bleiben", lautet das Motto dreier genossenschaftlicher Kreditinstitute aus dem Südwesten Hessens. Die Volksbank Rhein-Lahn-Limburg, die Rheingauer Volksbank und die Raiffeisenbank Niederwallmenach wollen in diesem Jahr fusionieren, um auch mittelfristig vor Ort Präsenz zeigen zu können.

Das neue Institut kommt auf eine kumulierte Bilanzsumme von rund 4,9 Milliarden Euro und circa 670 Mitarbeiter. Der rechtliche Sitz der neuen Volksbank Rheingau-Lahn-Limburg soll Limburg werden. Betriebsbedingte Kündigungen seien ausgeschlossen.

Filialnetz
"Auch nach der Verschmelzung bleibt es für uns selbstverständlich, dass unsere langjährigen Kundinnen und Kunden ihre vertrauten Ansprechpartner in unseren Geschäftsstellen behalten", betont Marc Barber, Vorstandsmitglied der Volksbank Rhein-Lahn-Limburg.

Die Vertreter beziehungsweise Mitglieder werden im Rahmen der Vertreter- und. Generalversammlungen im Sommer 2026 um ihr entscheidendes Votum zur Verschmelzung gebeten. Die rechtliche Verschmelzung wird rückwirkend zum 1. Januar 2026 angestrebt, die technische Verschmelzung soll im vierten Quartal 2026 erfolgen.

Größenunterschiede
Während die Volksbank Rhein-Lahn-Limburg eine Bilanzsumme von rund 2,8 Milliarden Euro aufweist und die Rheingauer Volksbank auf gut zwei Milliarden Euro kommt, fällt die Raiffeisenbank Niederwallmenach in puncto Größe deutlich ab. Die Niederwallmenacher kommen auf eine Bilanzsumme von rund 45 Millionen Euro und beschäftigen sechs Mitarbeiter. Das Kreditinstitut gehört damit (noch) zu den kleinsten Banken in Deutschland. (mh)