Der Assekuradeur Direkt-AS hat Insolvenz angemeldet. Das zuständige Amtsgericht Düsseldorf eröffnete bereits am 26. August das Insolvenzverfahren über die auf private Haftungskonzepte spezialisierte Gesellschaft. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Till Forster von der Kanzlei White & Case in Düsseldorf bestellt. Das geht aus einem Eintrag im Insolvenzregister hervor.

Über den Schritt berichtete zuerst der Branchendienst "Procontra", dessen Anfragen sowohl an den Assekuradeur als auch den Insolvenzverwalter bislang unbeantwortet blieben. Die Internetseite der Düsseldorfer ist, im Moment zumindest, nicht erreichbar. Mit der Direkt-AS muss nach Cogitanda bereits der zweite Assekuradeur binnen zwölf Monaten Insolvenz anmelden. Dazu musste auch der Direktversicherer Element Anfang des Jahres die Segel streichen.

Kein Verlust von Versicherungsschutz bei Pleite von Assekuradeur
Allerdings sind die Auswirkungen für die jeweiligen Kunden nicht gleich. Während im Falle der Insolvenz eines Versicherers die Kunden ihren Versicherungsschutz verlieren und Ansprüche an den Insolvenzverwalter stellen können, bleibt der Versicherungsschutz bei der Insolvenz eines Assekuradeurs bestehen. Dieser ist rechtlich gesehen ein gebundener Versicherungsvertreter, der im Auftrag von einer oder mehreren Versicherungsgesellschaften Risiken zeichnet.

Probleme kann es Juristen zufolge aber bei der Bearbeitung von Schadenfällen und dem Einzug der Prämien geben. Hier müsse der Versicherer einspringen. Ebenfalls aktiv werden sollten Makler, die mit einem Assekuradeur kooperieren – ihre Vergütung steht bei einem insolventen Assekuradeur auf dem Spiel (lesen Sie dazu auch den Artikel "Umfassende Vollmacht" in der Ausgabe 1/2025 von FONDS professionell; Anmeldung erforderlich). (jb)