Die Sparda-Bank West und die PSD Bank Rhein-Ruhr prüfen eine engere Zusammenarbeit bis hin zu einer Fusion. Wie die beiden genossenschaftlichen Institute mit Sitz in Düsseldorf am Donnerstag (19.3.) mitteilten, führen sie darüber derzeit "ergebnisoffene Gespräche". 

Im Zuge dieser Gespräche hätten sich viele Gemeinsamkeiten, aber auch komplementäre Stärken gezeigt. Beide Banken eint unter anderem der strategische Fokus auf Privatkunden, auf das Geschäftsfeld Bauen und Wohnen sowie eine hohe Überschneidung im Kerngeschäftsgebiet. Vor dem Hintergrund eines stark umkämpften Retailmarktes sehen die Vorstände der Institute die Unternehmensgröße als wichtigen Erfolgsfaktor.

Fusion würde zu Refinanzierungsvorteilen führen
Sollte es zu einem Zusammenschluss kommen, läge die Bilanzsumme des fusionierten Instituts bei knapp 18,5 Milliarden Euro. Damit entstünde eine der größten Genossenschaftsbanken Deutschlands. Durch eine Fusion ergäben sich nach Angaben der beiden Banken zudem Refinanzierungsvorteile durch die unterschiedlichen Bilanzstrukturen und eine vielversprechende Verknüpfung von Filial- und Plattform- sowie Vermittlungsgeschäft. 

Zudem stehen beide Banken vor einer demografischen Herausforderung: In den kommenden Jahren werden rund 100 Mitarbeitende altersbedingt ausscheiden. Eine Fusion könnte helfen, die Servicequalität stabil zu halten, wettbewerbsfähige Preise zu sichern und Arbeitsplätze zu erhalten. Sobald die Gremien der beiden Institute eine Grundsatzentscheidung getroffen haben, sollen Betriebsräte und Mitarbeiter sowie die Vertreter beider Genossenschaftsbanken informiert werden, heißt es in der Presseerklärung. (am)