Die Gesellschaft Chartered Investment hat von der Finanzaufsicht Bafin die Lizenz zum Betrieb einer Service-Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) erhalten. Dies teilte das Düsseldorfer Investmenthaus mit. Demnach kann die eigens gegründete Tochtergesellschaft Opus Prime offene Investmentvermögen im Mantel eines UCITS, als börsengehandelte Fonds (ETFs) sowie Alternative Investmentfonds (AIF) verwalten. Dazu würden sowohl Publikums- wie auch Spezial-AIFs zählen.

Chartered Investment hat sich bislang auf das Geschäft mit Verbriefungen und Zertifikaten konzentriert. Zudem bietet die Tochter Lixx Finanzmarktindizes an. Mit dem Aufbau einer White-Label-Plattform dehnen die Düsseldorfer ihre Aktivitäten nun auch auf den Fondsmarkt aus. Sie wollen Vermögensverwaltern, institutionellen Investoren sowie bankunabhängigen Produktanbietern die Möglichkeit geben, Investmentfonds aufzulegen, ohne eine eigene KVG gründen zu müssen, heißt es in der Mitteilung.

Fonds auf die Blockchain heben
Opus Prime soll einerseits klassische Fondsstrukturen umsetzen, aber auch in die Welt der tokenisierten Fondsanteile vordringen. Das Haus nutzt dabei die hierzulande nunmehr gegebene Möglichkeit, Fondsanteile auch elektronisch, also etwa auf der Blockchain, lancieren zu können. Die Geschäftsleitung der neuen Service-KVG umfasst Chartered-Investment-Geschäftsführer Daniel Maier, den Finanzmarktexperten Ewald Stephan sowie David Eckner, Justiziar bei Chartered Investment.

"Wir sehen eine hohe Nachfrage im professionellen Segment und treten als weiterer Anbieter in das Spezialfondsgeschäft für professionelle und semi-professionelle Anleger ein", sagt Eckner. "Zugleich wollen wir Privatanlegern attraktive Indexfonds- und ETF-Setups unserer Partner durch integrierte Kompetenzen – von Indexadministration bis Registerführung – besonders schnell und verlässlich zugänglich machen."

Aktive und Themen-ETFs
Zum Start will sich das Haus auf aktive sowie thematische Indexfonds und ETFs konzentrieren. Diese würden durch die Indextochter Lixx begleitet, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Tokenisierung des Fondsanteilgeschäfts der Opus Prime erfolge wiederum über die ebenfalls zu Chartered Investment gehörende Gesellschaft E-Sec. Ziel sei es, "Tokenisierung und Digitalisierung praxisnah in das Fondsgeschäft zu integrieren und Partnern einen effizienten Zugang zu den Finanzmärkten der Zukunft zu ermöglichen", schreibt das Haus in der Mitteilung. (ert)