Am Freitag ist es soweit. Dann darf DWS-Chef Nicolas Moreau die Eröffnungsglocke der Börse in Frankfurt läuten. Im Vorfeld des Teilbörsengangs präsentierte die Deutsche Bank ihre Fondstochter potenziellen Investoren. Dabei eröffnete sich manch tiefer Einblick ins DWS-Geschäft. FONDS professionell hat spannende Kennzahlen in Grafiken aufbereitet – klicken Sie durch die Galerie oben.

Bei Anlegern stößt die DWS-Aktie offenbar auf reges Interesse. Die Nachfrage übersteigt das Angebot, die Papiere seien mehrfach überzeichnet, heißt es in mehreren übereinstimmenden Berichten. Die begleitenden Banken engten die Preisspanne mittlerweile von 30 bis 36 auf 32 bis 33 Euro ein. Damit wäre der Asset Manager mit rund 6,5 Milliarden Euro bewertet. Bislang steht die Fondstochter mit einem Wertansatz von 6,4 Milliarden Euro in den Büchern der Deutschen Bank. Damit winkt dem Institut immerhin ein schmaler Buchgewinn.

Wichtigste Vertriebskanäle
Im Zuge der Erstnotiz waren bereits einige Details über die Fondsgesellschaft ans Licht gekommen. So wurde bekannte, welche enorme Bedeutung der Vertriebspartner DVAG für die DWS hat. Ein Volumen von 15,9 Milliarden Euro stammt von dem Finanzvertrieb, der zweitwichtigste Kanal nach den hauseigenen Filialen. Mit deutlichem Abstand rangiert an dritter Stelle der Deutschen-AM-Absatzkanäle "eine Schweizer Versicherung". Hierbei dürfte es sich um die Zurich-Gruppe handeln. 9,8 Milliarden Euro flossen über diesen Weg in die Fonds der Frankfurter Gesellschaft. (ert)


Wie die Deutsche Bank trotz des Börsengangs die Kontrolle über ihre Tochter behält und warum die DWS jedes Jahr einen Millionenbetrag an die Mutter überweisen wird, lesen Sie in der neuen Heftausgabe 1/2018 von FONDS professionell, die Ende des Monats erscheint.