Vorstandschef Stefan Hoops hat die Frage aufgeworfen, ob der Markenname DWS für das Unternehmen bei internationalen Anlegern nachteilig sei. Kürzlich stellte er sogar die Entscheidung aus dem Jahr 2017 infrage, die Deutsche Asset Management in DWS umzubenennen, berichtet die Nachrichtenagentur "Bloomberg" unter Berufung auf Insiderinformationen.

Zwar denke Hoops derzeit nicht an eine Namensänderung, sagten einige der Personen. Doch zeigten die Gespräche, dass der neue Chef wenig als gegeben hinnimmt, während er sich daran macht, auf einem Investorentag im nächsten Monat seine Zukunftspläne darzulegen. Der enge Vertraute von Deutsche-Bank-CEO Christian Sewing wurde im Juni dieses Jahres in den ausgegliederten Vermögensverwalter des Kreditinstituts geholt, nachdem unbewiesene Greenwashing-Vorwürfe die DWS erschüttert hatten. Ein Sprecher der DWS sagte, dass es "keine Pläne gab und gibt", den Markenauftritt des Unternehmens zu ändern.

Hoops hat seit seinem Amtsantritt bisher nur wenige strategische Ankündigungen gemacht, allerdings angedeutet, dass er das Angebot des Unternehmens in den Bereichen Private Debt, Digital Assets und Immobilienfinanzierung wahrscheinlich ausbauen wird. Zudem hat er einen Wachstumsplan für die USA auf den Weg gebracht und will auch in Asien expandieren. Gleichzeitig hat er angedeutet, dass er einige weniger erfolgreiche Produkte abbauen wird, um die Kosten im Zaum zu halten. (mb/Bloomberg)