Die Deutsche Bank und ihre Fondstochter DWS weiten ihre Zusammenarbeit im diskretionären Portfoliomanagement aus. So soll die DWS die Mutter künftig im Privatkundengeschäft mit ihrer "institutionellen Investment- und Ausführungsplattform" unterstützen, wie es in einer Mitteilung der beiden Häuser heißt. Ziel sei es, die Ressourcen der beiden Häuser effizienter zu nutzen sowie die Umsetzung der Anlagestrategie für vermögende Privatkunden der Deutschen Bank zu verbessern.

Demnach bleiben die Chefstrategen der Privatkundenbank des größten deutschen Geldhauses weiterhin für die Anlagestrategie, die Asset Allocation sowie das Portfoliodesign verantwortlich. Das betreute Vermögen soll nach wie vor in individuellen Depots bei der Deutschen Bank Privatkundenbank liegen, betonen beide Seiten in der Mitteilung. Die Verantwortung für Kunden, Produkte und Markenführung werde vollständig bei der Deutschen Bank bleiben.

Wachstumspläne im Wealth Management
Der für die Privatkundenbank verantwortliche Vorstand, Claudio de Sanctis, verweist als Begründung für den Schritt zudem auf die Wachstumspläne der Deutschen Bank im Wealth Management. Demnach will das Institut das betreute Vermögen in diesem Bereich in den nächsten drei Jahren verdoppeln. "Durch die erweiterte Zusammenarbeit mit der DWS bauen wir eine skalierbare, institutionelle Plattform auf, die unsere diskretionären Fähigkeiten stärkt und unseren erfolgreichen Ansatz der globalen Hausbank untermauert", lässt sich de Sanctis in der Mitteilung zitieren.

DWS-Chef Stefan Hoops ergänzt: "Die engere Zusammenarbeit innerhalb der Deutschen‑Bank‑Gruppe bietet großes Potenzial für zukünftiges Wachstum." Die Häuser blicken Hoops zufolge "auf eine erfolgreiche Historie bei der Betreuung von Deutsche‑Bank‑Kundinnen und -Kunden mit DWS-Produkten zurück. Die Ausweitung unserer Partnerschaft im diskretionären Portfoliomanagement ist nun ein weiteres Beispiel dafür, wie wir dieses Potenzial realisieren", so der DWS-Chef. (ert)