Die Fondsgesellschaft DWS mischt sich offenbar unter die Kaufinteressenten für NN Investment Partners. Dies berichten die Nachrichtenagentur "Bloomberg" sowie die Wirtschaftszeitung "Handelsblatt" und berufen sich auf informierte Personen. Die niederländische Finanzgruppe NN hatte Ende April mitgeteilt, Optionen für die Asset-Management-Einheit zu prüfen. Dazu zählte auch ein Verkauf. Grund für die Pläne dürfte "Bloomberg" zufolge der Einstieg des aktivistischen Investors Elliott bei NN sein. Dieser drängt auf höhere Ausschüttungen für die Aktionäre.

Die Deutsche-Bank-Tochter gesellt sich den Berichten zufolge zur italienischen Versicherung Generali, der Schweizer Großbank UBS sowie dem Versicherungsriesen Allianz als Interessenten für NN Investment Partners. Auch nicht näher benannte US-Gesellschaften zählen angeblich zu den Bietern. Die Gesellschaft mit Sitz in Den Haag verwaltet ein Vermögen von rund 300 Milliarden Euro. Keiner der Parteien wollte sich gegenüber "Bloomberg" oder dem "Handelsblatt" äußern.

Konsolidierung schreitet voran
DWS-Chef Asoka Wöhrmann hatte immer wieder erwähnt, auch durch Übernahmen wachsen zu wollen und nach entsprechenden Kaufzielen Ausschau zu halten. Zuletzt war es in der Branche verstärkt zu Fusionen und Übernahmen gekommen. So übernimmt der französische Fondsriese Amundi den Mitbewerber Lyxor. Die Großbank Morgan Stanley übernimmt den US-Asset-Manager Eaton Vance und die Muttergesellschaft von Columbia Threadneedle, Ameriprise Financial, kauft der kanadischen Bankgruppe BMO deren europäische Asset-Management-Einheit ab.(ert)