Die Fondsgesellschaft DWS hat in den letzten drei Monaten des Jahres 2021 einen Ertrag in Höhe von 798 Millionen Euro erzielt. Im entsprechenden Quartal des Vorjahres waren es nur 605 Millionen Euro gewesen. Dies meldete der börsennotierte Asset-Management-Ableger der Deutschen Bank per Ad-hoc-Mitteilung. Den vorläufigen, nicht testierten Zahlen zufolge steht für das Schlussquartal 2021 ein Vorsteuergewinn von 356 Millionen Euro zu Buche. Bereinigt um die Kosten des Umbaus sind es sogar 378 Millionen Euro. Beide Kennziffern liegen deutlich über den entsprechenden Vorjahreswerten. Damit verfestigt sich der Eindruck, dass die gegen das Haus erhobenen Greenwashing-Vorwürfe dem Geschäft nicht schaden.

Angesichts dieser Zahlen zeichnet sich für die DWS ein Rekordergebnis für das Gesamtjahr ab. Zählt man die bisher verkündeten Quartalsergebnisse zusammen, käme der deutsche Branchenprimus 2021 auf einen Ertrag im Höhe von 2,72 Milliarden Euro. Der Vorsteuergewinn läge bei 1,1 Milliarden und der bereinigte Gewinn vor Steuern bei 1,15 Milliarden Euro. Bestätigen sich diese Zahlen, wären es die besten der Deutschen-Bank-Tochter seit dem Börsengang im Jahr 2018. Endgültige Ergebnisse für das Schlussquartal und das Gesamtjahr 2021 meldet das Haus am 27. Januar.

Dividende enttäuscht
Das gute Abschneiden zum Jahresende begründet der Anbieter in der Ad-hoc-Meldung mit Einnahmen aus Performance- und Transaktionsgebühren, die mit 126 Millionen Euro höher als erwartet ausfielen. Zudem hätten Managementgebühren zu dem Ergebnis beigetragen. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis (Cost-Income-Ratio, CIR) verbesserte sich auf 52,7 Prozent, ebenfalls ein bislang nicht erreichter Wert. DWS-Chef Asoka Wöhrmann hatte ein Programm zur Senkung der Kosten angestoßen. Zuletzt hatte er aber angekündigt, dass wieder verstärkt in Wachstum investiert werden solle und dabei auch Übernahmen nicht ausgeschlossen.

Angesichts der guten Ergebnisse kündigte die DWS in der Mitteilung zudem an, dass die Dividende für 2021 auf zwei Euro je Aktie steigen soll. In diesem Punkt enttäuscht das Haus hingegen die Erwartungen. Analysten hatten im Schnitt mit einem Zehntel mehr gerechnet. Die DWS-Aktie war nach Bekanntgabe der Zahlen mit einem deutlichen Plus am Freitag (14.1.) aus dem Handel gegangen. Zum Wochenstart gab das Papier aber leicht nach und notiert am Montagvormittag bei 38,90 Euro. (ert)