Die DZ Bank hat sich einem Konsortium zur Entwicklung eines Euro-Stablecoins angeschlossen, dem bereits auch die Dekabank angehört. Das genossenschaftliche Spitzeninstitut wurde als elftes Mitglied aufgenommen, wie es am Dienstag (13.1.) in einer Mitteilung hieß.

Ziel des Zusammenschlusses sei die Einführung eines regulierten Euro-Stablecoins in der zweiten Jahreshälfte 2026.

Fokus auf Regulierung und Vertrauen
Der Beitritt der DZ Bank sei ein weiterer Schritt "im europäischen Engagement für den Aufbau einer vertrauenswürdigen digitalen Finanzinfrastruktur", hieß es in der Mitteilung. Diese solle "auf institutioneller Glaubwürdigkeit und strenger regulatorischer Aufsicht" basieren.

Stablecoins sind Kryptowährungen, deren Wert an einen stabilen Basiswert gekoppelt ist, etwa den US-Dollar oder den Euro.

Europäische Alternative zu US-dominierten Märkten
Nach früheren Angaben wollen die beteiligten Banken mit dem Projekt eine europäische Alternative zu den bislang US-dominierten Stablecoin-Märkten schaffen. Damit soll zugleich die strategische Autonomie Europas im Zahlungsverkehr gestärkt werden.

Zum Konsortium gehören neben der DZ Bank und der Dekabank auch Banca Sella, BNP Paribas, Caixabank, Danske Bank, ING, KBC, Raiffeisen Bank International, SEB und Unicredit.

Parallelstart eines Krypto-Angebots für Privatkunden
Bereits am Montag (12.1.) hatte die DZ Bank erklärt, von der Bankenaufsicht Bafin grünes Licht für ihr geplantes Krypto-Angebot für Privatkunden erhalten zu haben. Über die Plattform "meinKrypto" sollen Kunden der angeschlossenen Primärbanken künftig Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Cardano handeln können. (mb/Bloomberg)