Die DZ Privatbank hat in den vergangenen acht Jahren ihr verwaltetes Vermögen fast verdoppelt – obwohl sich zugleich die Zahl ihrer Kunden beinahe halbiert hat. Die Private-Banking-Tochter der Volks- und Raiffeisenbanken verwaltet laut einem Bericht von Bloomberg mittlerweile rund 18 Milliarden Euro. Allein im laufenden Jahr kamen unterm Strich 650 Millionen Euro neu hinzu, erklärte Vorstandschef Stefan Schwab gegenüber Bloomberg.

Anfang des Jahres 2011 hatte die DZ Privatbank noch rund 50.000 Kunden. Nun sind es gerade einmal 30.000 Kunden. Dass das Vermögen dennoch von damals 10 auf heute 18 Milliarden Euro gestiegen ist, erklärt Schwab damit, dass das Institut heute größere Mandate hat. Im Schnitt ist das verwaltete Vermögen je Kunde in den vergangenen acht Jahren von 200.000 auf 600.000 Euro gestiegen.

Sorgenkind Schweiz-Geschäft
Die DZ Privatbank will in zwei Jahren beim verwalteten Vermögen die Marke von 20 Milliarden Euro knacken. "Die Summen, die wir im Neugeschäft einwerben, sind stark gestiegen", so Vorstandschef Schwab. "Als ein Kunde 2011 zu uns kam, investierte er 200.000 oder 300.000 Euro. Heute sind es im Schnitt 1,6 Millionen Euro." Mehr als 70 Prozent der Investitionen stammen von Unternehmern, die als vermögende Privatkunden zu dem Institut kommen.

Ein Problem bleibt indes das Geschäft in der Schweiz. Das ist zuletzt im Zuge einer Restrukturierung deutlich geschrumpft und soll stärker auf Profitabilität getrimmt werden. Die Aufhebung des Mindestkurses von 1,20 Schweizer Franken zum Euro Anfang des Jahres 2015 setzte die Schweizer Sparte der DZ Privatbank unter Druck. "Wenn die Kosten in Franken und die Erträge in Euro anfallen, hat man über Nacht ein Problem", so Schwab. (fp)