Die VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden nennt sich zukünftig VR-Bank Nordhessen Westthüringen. Das krisengeschüttelte Institut, dass durch die Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken mit Garantien und Zuschüssen von insgesamt rund 560 Millionen Euro aufgefangen werden musste, begründet die Umbenennung mit einem neuen Markenauftritt.

Mit dem Slogan "Das Beste aus beiden Regionen vereint" möchte man insbesondere darauf hinweisen, dass das Institut seit der Fusion mit der Raiffeisenbank Borken Nordhessen im Jahre 2021 über die Grenzen der Bundesländer Thüringen und Hessen hinweg tätig ist.

Verlust
Die Namensänderung wurde von der Generalversammlung der Bank Ende Januar beschlossen. Auf der Veranstaltung verkündete Christian Gervais, der von der Bafin zunächst als Sonderbeauftragter nach Bad Salzungen entsandt und mittlerweile zum Vorstandsvorsitzenden berufen wurde, dass auch der Jahresabschluss für 2025 einen Verlust aufweisen werde. Für 2026 rechne man aber damit, dass man wieder in die Gewinnzone kommt.

Schlagzeilen
Die VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden taucht öfter in den Schlagzeilen auf. Neben Lücken in der Geldwäscheprävention fiel die Volksbank auch durch ihr starkes Engagement im Profifußball auf. So gewährte das Institut unter anderem dem spanischen Klub Atlético Madrid Darlehen in Höhe von rund zehn Millionen Euro. Auch den ehemaligen Fußballprofi und Nationalspieler Stefan Effenberg engagierte man als Mitarbeiter für das "Firmenkunden-Kompetenzteam Fußball".

Das Institut weist eine Bilanzsumme von circa 1,7 Milliarden Euro aus und beschäftigt mehr als 200 Mitarbeiter. Dem Vorstand gehört noch Stefanie Hermann an. (mh)